| 1. Woche |
| In der ersten Woche, wenige Tage nach dem Deckakt, ändert
sich noch gar nichts. Bei genauer Beobachtung zeigen sich viele Hündinnen
dennoch schon ruhebedürftigern, schlafen etwas mehr. Da eine gute Ernährung
abwechslungsreich ist, kommt dem Futter noch keine Bedeutung zu. Auch
die Futtermenge bleibt unverändert. |
 | Die
Eizelle vergrößert sich in den ersten Tagen nach der Befruchtung
nicht, obwohl die Zellteilung sehr schnell voranschreitet. Etwa 6
Tage benötigt sie (jetzt Zygote genannt) für den Weg durch den
Eileiter hinab zur Gebärmutter.
|
|
|
|
|
|
| Eine leichte Schwellung und Rötung der Zitze ist
vielleicht schon zu bemerken. Sie besagt nichts, da diese auch bei einer
Scheinträchtigkeit vorzufinden sind. Der Appetit ist unverändert. |
 | Die
Frucht ist zwar immer noch nicht größer als eine unbefruchtete
Eizelle, hat aber jetzt, bei ihrem Eintritt in die Gebärmutter, die
Form einer Maul- oder Brombeere. Daher die Bezeichnung Morula.
|
 | Bisher
ernährte sie sich aus eigenen Vorräten. Mit dem Eintritt in die
Gebärmutter übernehmen die Uterusdrüsen die Versorgung mit Nähr-
und Aufbaustoffen. |
 | Alle
befruchteten Eizellen verteilen sich gleichmäßig in beiden Gebärmutterhörnern.
|
|
|
|
| 3. Woche - 15. Tag
|
| Warten! Auf die ersten untrügerischen Anzeichen. Es
lassen sich noch keine Änderungen erkennen. Es gibt keine
Futterprobleme. Jetzt zum Ende der 2. Woche zeigt sich vielleicht zum 1.
Mal eine leichte Übelkeit. Erbrechen von gelbgrünem Schleim ist möglich.
Meist ist das eine einmalige „Angelegenheit“.
|
|
|
|
|
| 4. Woche. - 22. Tag
|
| Endlich, das erste und einzige absolut sichere
Zeichen (das einzige, das bei einer Scheinträchtigkeit nicht vorhanden
ist) der Trächtigkeit, ein zäher, farb- und geruchsloser
Scheidenausfluss, ähnlich wie Eiklar zeigt sich. Dieser begleitet, mal
mehr mal weniger stark, die restlichen Trächtigkeitswochen. Obwohl der
Futterplan sehr abwechslungsreich ist, so recht Appetit kommt jetzt
vielleicht nicht mehr auf. Mal hier ein Häppchen, da ein Häppchen.
Trotz der „strengen Diät“ wird eine deutliche Schwellung beidseits
hinter den Rippenbögen recht auffällig. Auch die Spaziergänge können,
je nach Größe des Wurfes, lästig sein.
|
 | Jetzt
entwickelt sich der Kopf, die Beine setzen sich als ganz winzige
Knospen vom übrigen Körper ab. |
 | Die
Bildung der inneren Organe - der Herzschlag ist erkennbar.
|
 | Ende
dieser Trächtigkeitswoche zeigen sich Augenlider, Ohren und
Tasthaare eben so deutlich wie Beinchen, Füße und Zehen.
|
|
|
|
| 5. Woche - 29. Tag
|
| Der Appetit lässt nach, oder aber nimmt rasant zu.
Dem Ruhebedürfnis der trächtigen Hündin muss nun auch nachgegeben
werden.
|
|
|
|
|
| 6. Woche - 36. Tag
|
| Die Trächtigkeit ist zum Ende der 6. Woche nicht
mehr zu übersehen. Die Mahlzeiten werden nach Wunsch zubereitet und auf
4 Portionen pro Tag verteilt. Da der Hormonhaushalt sich nun
eingependelt hat, fühlen sich die meisten Hündinnen sehr wohl; werden
sogar übermütig.
|
|
|
|
|
| 7. Woche - 43. Tag
|
|
|
| Zu Wochenbeginn ist eine Kotprobe und/ oder
Entwurmung mit einem milden Mittel (Banminth) ratsam. |
|
|
| 8. Woche. - 50. Tag
|
| Endlich! Das 1. Pochen wird entdeckt. Die im Haus
aufgestellte Wurfkiste wird genau kontrolliert und für geeignet
befunden?
|
 | Es ist
wichtig, ab jetzt den Scheidenausfluss regelmäßig zu
kontrollieren. |
 | Verfärbungen
oder Geruch können Anzeichen für eine gestörte Trächtigkeit sein
und würden sofortiges tierärztliches Eingreifen erfordern.
|
 | Das Gesäuge
wird 1x täglich mit wenig Ringelblumensalbe gepflegt.
|
 | Der
Appetit lässt in den letzten 1-2 Wochen (besonders bei großen Würfen)
nach. Es ist einfach kein Platz für MEHR. |
 | Jetzt ist
leicht verdauliche Nahrung wichtig, die den Magen nicht lange
belastet. Besonders geeignet sind Hüttenkäse, mageres, rohes
Rindfleisch, frischer magerer grüner Pansen, Joghurt, sowie
gegartes nicht blähendes Gemüse (soweit die Hündin diese Beilage
mag). |
 | Fertigfutter
jeglicher Art ist schwer verdaulich und ungeeignet.
|
|
|
|
| 9. Woche - 57. Tag
|
|
|
 | Die
Welpen sind jetzt fertig entwickelt. |
 | Ihr
Welpenfell ist noch nicht ganz ausgeprägt. |
 | Das Köpfchen
ist noch fast nackt. |
 | Das
durchschnittliche Gewicht beträgt etwa 300-350g. |
 | Bei
entsprechender Vorbereitung (Rotlicht, Wärmekissen, Wärmebett, ect.)
bestehen jetzt, selbst bei einer vorzeitigen Geburt gute Überlebenschancen.
|
|
|
|
| 58. Tag
|
| Das Spaziergang wird jetzt meist nur noch unter
Protest nachgegeben. Dafür häuft sich die Pippirunde im Garten. Die
Ernährung sollte nun wenige Ballaststoffe enthalten, da diese unnötig
viel Platz benötigen und den Verdauungstrakt zu lange belasten.
|
|
|
| 59. Tag
|
|
|
|
|
| Ab dem 60. Tag
|
|
|
|
Copyright
Ingeborg Krümmel |
|
 |