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Hovawart-Notvermittlung
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Auch wenn uns derzeit
keine Vermittlungsanträge vorliegen, ist die "Notvermittlung" ein ständig
aktuelles Thema. Wie oft gibt es wirklich gravierende Gründe, die die
schnelle Abgabe eines Hundes nötig machen. Und es ist dann sehr
bedauerlich, wenn ich gerade kurz zuvor einen guten Interessenten
abgewiesen, vielleicht nicht einmal seine Adresse festgehalten habe. |
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Interessieren Sie sich für einen Hovawart
aus 2. Hand? Sind Sie hundeerfahren? Darf der Hovawart bei Ihnen ein
Familienmitglied sein (kein Zwinger, keine Stallhaltung)? |
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Nehmen Sie doch bitte Kontakt zu uns auf.
Vielleicht können Sie einem unserer nächsten "Sorgenkinder" ein
liebevolles Zuhause bieten. |
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Ansprechpartner: Ingeborg Krümmel (Zuchtleitung) - Email:
ikruemmel@t-online.de |
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Telefon 02266 2012
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Unsere
Notvermittlungen - Ende gut - alles gut
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So manchen Hovi konnten wir im Verlaufe der
Jahre erfolgreich vermitteln. Diese einstigen Sorgenkinder sollen hier
nicht vergessen und, soweit bekannt, über ihr heutiges Leben in einer
neuen Familie/ Partnerschaft berichtet werden. Ich hoffe, dass die
heutigen Besitzer unserer "Notvermittlungen" mit ihren Fotos und Berichten
dazu beitragen, dass auch eher zögerliche Interessenten Mut finden, sich
einem Second-Hand-Hovi zuzuwenden. |
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Mein Hovi-Hund Addy. |
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Den
ersten Hovawart erlebte ich vor über 20 Jahren im Bayerischen Wald. Seit
damals beschäftigte ich mich viel mit dieser Rasse und ihrem Wesen. Rein
theoretisch, da ich beruflich zu wenig Zeit für einen Hund hatte. |
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Mein
letzter Arbeitstag war vorbei. Ich wollte mich nun näher mit einem Hund
beschäftigen. Zurückgekehrt aus einem Sonnenurlaub fand ich zufällig am
nächsten Tag im Internet auf der Homepage des VHH einen 9 Monate alten
Hovawart, der als Problemfall zur Vermittlung anstand und in seinem kurzen
Leben bereits 2 Vorfamilien hatte. Er wurde falsch behandelt und hatte
auch schon zugeschnappt. Der ehemalige Züchter wollte Addy (sprich Eddi)
zwar zurücknehmen, aber (als Geschäftsmann!) ihn dann in ein Tierheim
abschieben. Viel mehr wollte ich über Addy nicht wissen. Addy´s Foto
zeigte einen sehr wachen und interessierten Junghund, der einen etwas
scheuen Eindruck machte. Meine Frau und ich fuhren am nächsten Tag zu
einer unverbindlichen Besichtigung des Hundes. |
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Nach
einer lauten Begrüßung durch die Tür verschwand Addy dann in den
Hintergrund der Wohnung. Innerhalb ganz kurzer Zeit nahm er von sich aus
Kontakt zu uns auf. Es war auf beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick.
Meine Frau stimmte zu, dass wir es mit Addy versuchen sollten. Er ließ
sich das Halsband von mir umlegen und stieg in unser Auto. Dort legte er
sich hin und schlief bis wir nach ca. 1 Stunde unsere heimatliche
Autobahnausfahrt erreichten. Nachdem er bei uns im Haus war, musste ich
noch etwas aus dem Auto holen. Addy öffnete die Haustür und kam direkt
hinter mit her. Seitdem ist bei uns die Tür immer abgeschlossen. |
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Wie
sich rasch herausstellte hatte Addy sehr wenig Erziehung erhalten, bzw.
gelernt. Er blieb nicht allein, er kannte keinen Bach, keine Pfütze. Jagte
alles von der Spinne angefangen über Großtiere, Radfahrer, Roller- und
Motorradfahrer, Trecker, Autos und Lastwagen bis zum Düsenjäger. Folgte
nicht, konnte nicht an der Leine laufen und war vernarrt in jeden anderen
Hund. Schnell hatte er dann auch einige unschöne Erlebnisse mit weniger
sozialisierten Hunden und Hundehassern, die zusammen mit seinen bereits
vorhandenen Problemen aus der Prägezeit und den letzten 9 Monaten zu
echten Schwierigkeiten hätten führen können. Bei Druck und Zwang in der
Erziehung setzte er seinen Dickschädel dagegen. Körperliche Unterwerfung (
Schnauzengriff, Nackengriff usw. ) brachten nichts. Die Erziehungsmethoden
auf dem Hundeplatz und von einigen privaten Hundetrainern zeigten mir,
dass Addy nicht einfach mit anderen Hunden über einen Kamm geschoren
werden konnte, sondern eine speziell auf ihn bezogene konsequente
Erziehung mit viel Geduld und Liebe brauchte. Ohne Bestrafung, Zwang und
Druck. Die nur mit Lob und Belohnungen gutes Verhalten positiv verstärkte,
die richtige Richtung wies und Unarten einfach ignorierte. |
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Addy
ist jetzt knapp 5 Jahre bei uns. Für meine Familie und mich ist er der
liebste Hund der Welt, ein Sensibelchen. Er holt sich seinen
offensichtlich immer noch vorhandenen Nachholbedarf an Streicheleinheiten
ab und will häufig beschmust werden. Anderen Menschen gegenüber ist er
sehr misstrauisch und vorsichtig, immer verteidigungsbereit. Er hat auch
noch immer gute Erinnerungen an gewisse Personen, die ihn wohl einmal zu
„erziehen“ versuchten. In bestimmten, nicht ganz so einfachen Situationen
handelt er nach dem Motto „ran wie Blücher“! Ich würde keinem raten,
einfach so unser („sein“) Grundstück oder Haus zu betreten. Addy ist
äußerst schnell, man kann ihm nicht ausweichen, und weiß seine Zähne
einzusetzen. |
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Sein
Charakter lässt sich nicht verbiegen, er trägt seinen Schwanz stolz wie
einen römischen Federbusch. Er mag immer noch alle Hündinnen, die ihm auf
der Nase herumtanzen können. Addy mag viele Rüden, lässt sich aber nicht
anmachen. Wer das versucht merkt sehr schnell, was es bedeutet unter einem
Hovi-Rüden zu liegen, der wie ein Löwe knurrt und die Zähne zeigt. |
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Addy
hat einen ausgeprägten Schutztrieb; er lässt keinen Fremden über eine
bestimmt Distanz an mich ran. Er hat einen ausgezeichneten Wachinstinkt,
mit dessen Hilfe die Polizei bereits 2 Autoknacker fassen konnte. Und er
sieht aus wie ein Lämmlein. |
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Kurzum
er ist wie geschaffen für mich. Er fordert mich jeden Tag, ist sehr
temperamentvoll und im Haus sehr ruhig. Er gehört zur Familie und bringt
sehr viel Freude und Spaß. Ich möchte ihn nicht mehr missen.
Meine Frau stellte mir
die Frage, ob ich nochmals einen Hovi aus zweiter Hand nehmen würde. Ja,
das würde ich. Aber nur, wenn auf beiden Seiten eine bestimmte Zuneigung
und Übereinstimmung von Anfang an da ist. |
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Man
kann auch ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht.
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Michael Degner |
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Wie aus Alex - Aiko wurde |
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Für mich hat sich die Geschichte meiner
Namensänderung schon längst erledigt. Sie verlief ohne äußerliche
Veränderungen - aber genau in der Sekunde als mich meine neue Familie das
erste Mal so ansprach und zu sich rief. Diese Stimmen klangen eben anders
und auch ihr Geruch - ihr Garten und auch das Haus - alles neu und alles
zusammen verknüpfte ich sofort mit einem Neubeginn für mich und einem
aufregenden – neuen - für mich herrlichem Leben. |
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Nachdem ich ganz klar durch
mein Verhalten und meine Körpersprache allen umstehenden Zweibeiner
kundgetan hatte, dass ich mich zum „Hierbleiben“ entschlossen hatte, gab
auch Marita ihr Okay. Für mich - Alex die Monsterbacke – war klar, die
sind´s und ich bin endlich da – wo ich den Rest meines hoffentlich noch
langen Hovilebens - zubringen möchte. |
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Niemand spricht heute mehr von einer
Suchanzeige im Internet: „Notfallvermittlung - 17 Monate junger
Hovawart-rüde, sm, sucht neues zu Hause „ ......auf die mein Frauchen
gestoßen war, denn sie und mein Herrchen wollten einem älteren Hovimädchen
in Not ein neues zu Hause geben. |
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Dass ich ein junger Rüde mit einem
ungestümen – pssst – rüpelhaften Benehmen war - das interessierte die -
beim Anblick meines Fotos aus dem Internet - wohl gar nicht mehr. |
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Das muss so gewesen sein, oder es gibt sie
scheinbar doch noch: Die Liebe auf den ersten Blick –! |
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Dann ging alles ganz rasch weiter - es
wurde ein Mail verschickt und dann bekam Marita zunächst Besuch. |
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Mamma Betty, bei der ich ja wieder
„Unterschlupf“ gefunden hatte, war höchst erfreut, denn sie bemerkte -
dass diese beiden Menschen nicht nur eine leckere Fleischwurst
mitbrachten, nein – die saßen auch gleich ganz gemütlich bei Kaffee und
Kuchen am Familientisch. Also mussten die wohl auch meiner Marita
sympathisch sein. |
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Egal - ich ließ zunächst meine kräftige
Stimme sozusagen zur Probe immer wieder laut erschallen.
Ich reichte ihm - dem Mann - bis zum Bart - denn ich wagte mich
aufzurichten um dann kräftig zu schnuppern und der erste Hundekuss war
fällig. |
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Ungewöhnlich - aber der ließ es mit großer
Freude geschehen. Egal wie - die beiden sollten es sein - obwohl ein paar
Jährchen jünger - wäre ja auch nicht schlecht gewesen - jedenfalls meinte
das wohl auch meine Mamma Betty. |
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Alex kam - sah und siegte - mehr ist dazu
gar nicht zu sagen. Auch das mit dem Namen, das war mir dann doch völlig
schnuppe - Alex oder Aiko - die Hauptsache ist doch, dass sie mich überaus
herzlich aufgenommen haben, ich eine Menge Training benötigte und bis
heute jede Woche auf dem grünen Hundeplatz die ein oder andere Übung -
nach dem Motto: Hund braucht Regeln -Herrchen aber auch - in der
Zwischenzeit fast perfekt beherrsche. |
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Nicht nur mein neuer Garten, die schöne
Gegend, die vielen Abenteuer, mein Enkelkumpel alles habe ich und dazu
noch viel - viel mehr. Nicht zuletzt auch immer noch die herzliche Familie
derer von Giesenfeld im Rücken. |
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Sie überrascht uns immer wieder mit
gemeinsamen Treffen bei denen ich dann stolz beweisen kann, dass ich - der
Alex alias Aiko - sich prächtig entwickelte und für alle spürbar, dass
meine Beiden sich nie mehr in unserem gemeinsamen Leben von mir trennen
würden. |
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Dass ich darüber hinaus mein Frauchen seit
zwei Jahren dazu anrege „Meine Gedanken und davon eine ganze Menge“
aufzuschreiben und als Blog zu veröffentlichen, soll ganz nebenbei erwähnt
werden. |
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Wichtig ist eigentlich für alle, die mit
dem Gedanken spielen, einen Notfallhund - also einen Hund aus zweiter Hand
- zu übernehmen, dass es mit Liebe, mit gegenseitigem Vertrauen und vor
allen Dingen aber auch mit einer robusten und positiven Einstellung eine
goldrichtige Entscheidung sein wird. |
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Aiko - die Monsterbacke |
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Annemarie Wilke |
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Vom Pflegehund zum Flegelhund zum Familienhund |
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In der Notvermittlung
des VHH erscheint ein Bild. Ein schwarzer Hovawart. Er sieht unserer Indra
(Indra vom Attilafelsen) sehr ähnlich. Der Wurf von Familie Nitsch, die
A`s vom Vinxtbachtal sind jetzt 8 Monate alt. Aber....., nein wir wollen
keinen zweiten Hovawart mehr. |
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Dann ruft Frau Krümmel
an. „Können Sie nicht den Arkon in Pflege nehmen, er braucht eine
hovawarterfahrene Hand.?“ Wir überlegen, hin und her, sprechen mit der
Hundetrainerin.Wir fahren ins Vinxtbachtal und holen den Arkon zu uns. |
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Ein wunderbarer Hund,
der mit seinen 8 Monaten noch längst nicht ausgewachsen ist, eher aussieht
wie ein zu großer Welpe. Ein Hund , der mich ansieht als wolle er nur
geknuffelt werden. Aber Knuffeln kann er nicht zu lassen, dann knurrt er.
Darum rufen wir ihn „Knuffel“, nicht mehr Arkon, denn darauf hört er
sowieso nicht. Er verbindet keine guten Gefühle mit diesem Namen. Er kann
nicht alleine sein. Wenn jemand von uns sich anschickt durch den Garten
hinaus zur Garage gehen zu wollen bekommt er Panik. Obwohl er nicht
alleine bleibt, Indra ist immer da. |
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Also,
üben, üben üben. Er lernt schnell und er wird immer sicherer. In den
Osterferien fahren wir zur Urlaubshundeschule. 10 Tage Erziehungskurs.
Beide Hunde ganz nahe mit uns in der Ferienwohnung. Ein winterliches
Osterfest. Und viele gute Erfahrungen. Der Trainer sagt: „Das ist ein
toller Hund. Die Schwierigkeiten , die er hat, können bald verschwunden
sein."
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Und wirklich. Er wird
sicherer, umgänglicher, lässt sich jetzt auch über den Kopf streicheln und
in den Arm nehmen. Die Enkelkinder sind stolz, wenn sie ihn jetzt
streicheln können, wenn er auch für sie Sitz und Platz macht. Sie wissen,
dass er anders ist als Indra (die wir seit der 10.Woche haben, die
inzwischen 5 Jahre alt ist), dass er noch viel lernen muss. |
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So langsam verwandelt
er sich in einen Flegelhund. Er trägt Schuhe durch die Wohnung, auch im
Garten räumt er auf. Hält Indra auf Trab. Beide rennen durch den Garten.
Er hat immer wieder neue Ideen. Aber er lernt seine Grenzen kennen und
diese akzeptieren. |
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Jetzt ist er zwei
Jahre und vier Monate alt. Er ist jetzt der Familienhund. Indra und er
sind ein gutes Team. Beide brauchen nicht mehr vorsichtig zu sein, sie
wissen was sie aneinander haben. Er fährt mit mir Auto, aber auch Bus und
Bahn. Geht im Düsseldorfer Hauptbahnhof von einem zum anderen Gleis. Wir
gehen zusammen wandern, er weiss meistens wann er unbedingt zurück kommen
muß. Und er hat einen dicken Freund, den neunjährigen Laurin. Jetzt kann
er sich auch abends zum Kuscheln neben Indra und mich legen. Jetzt kann
man ihn auch Knuffeln. Obwohl er jetzt nicht mehr Knuffel heißt sondern
wieder auf Arkon hört. |
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Wir sind sehr froh,
dass er bei uns ist. |
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P.S: Wir danken Frau
Krümmel für viele Gespräche in der Zeit des „Pflegehundes“ und Fam. Nitsch
für die gute Sozialisierung von Arkon in seiner Kinderstube. |
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Wir appellieren an
alle, die ihren Hund, ihr Familienmitglied,- aus welchem Grund auch
immer-, wieder abgeben müssen, ihn zum neuen Besitzer zu begleiten. Und
dann dieser neuen Familie von dem Wesen, dem Verhalten, den Schwächen und
Stärken zu erzählen. Sie erleichtern dem Hund und der neuen Familie die
Eingewöhnung und den Aufbau des notwendigen Vertrauens. |
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Sigrid Jaenicke |
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Bella
(Evina) und Liesel (Eschna) vom Knippertzbach |
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Es gehört sehr viel
Glück dazu, wenn 2 so betagte Hovis recht schnell ein neues gutes Zuhause
finden. Für diese beiden, jetzt 10jährigen, Schwestern Bella und Liesel (Evina
und Eschna vom Knippertzbach), heißt es seit Anfang April, bei Herrn von
Pape in Beselich: „ein Neuanfang im hohen Alter!" |
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Baro (Alvin von der Niers) |
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Wir sind die Familie, die Baro aufnehmen
durfte und ihm ein neues Zuhause bieten kann. Seit den ersten Stunden
bewachte Baro seine Meute samt Haus und Hof. Baro lebt nun in einer
Großfamilie mit Großeltern, Eltern und Kindern, rollt sich genüßlich auf
der Wiese und geht individuell, temperamentvoll, achtsam und liebevoll mit
den einzelnen Familienmitgliedern um. Noch nie ist er über Tische und
Bänke oder gar Zäune gegangen, obwohl
ein Teil des Grundstücks nur von einem
Schafzaun umsäumt wird. Im Gegenteil: Aufmerksam, aber distanziert
betrachtet er das Geschehen auf der anderen Zaunseite, ohne je sein
eigenes Reich außer Acht zu lassen. Fremde und Klingelzeichen kommentiert
er selbstbewusst, aber unaufgeregt. Im Haus verhält er sich wohlerzogen,
immer die Nähe seiner Leute suchend und gehorcht aufs Wort. Unsere
Riesen-schnauzerhündin war da ungleich zickiger. Beim zweiten
Tierarztbesuch bemerkte die Tierärztin: "Baro ist ein glücklicher Hund und
es ist bemerkenswert, dass er nach der kurzen Zeit in der Tat bei Ihnen
angekommen ist." Endlich wieder ein freudiges Wedeln beim Betreten des
Hauses, behagliches Schnurren eines zu Füßen zusammengerollten Hundes
unter dem Tisch. Ich glaube, es war eine scheue Liebe auf den ersten Blick zwischen uns
beiden, als Baro freudig auf mich zusprang, sich an meine Beine schmiegte
und wir beide noch nicht sicher sein konnten, ob wir uns tatsächlich
kriegten. Besonders beeindruckend
empfand ich die unaufdringliche und verantwortungsvolle Vermittlung und
Beziehung insbesondere zur Vorbesitzerin von Baro und auch zu seiner
Züchterin, die sich engagiert um Baro und uns bemühen. Ich konnte mich
über Baros Umfeld informieren, umgekehrt lernte seine vorherige Familie
sein neues Zuhause kennen. Das war sicher nicht der letzte Besuch. Am
ersten Abend lag Baro umgeben von seinen Menschen unter dem
Abendbrottisch- als wäre es nie anders gewesen: Er ist nun unser 9.
Familienmitglied.
Uta Kumpf Kux
P.S.: Er
ist wie unsere vorherigen Hunde ein perfekter Autofahrer.
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Unser Hovawart
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