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14. Februar 2012


Impressum
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Hovawart-Ursprung und -Geschichte |
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Auch wenn die Rasse " HOVAWART"
noch recht jung ist, erste Zuchtbucheintragungen findet man im Jahre 1922,
so wird der "hovewart" bereits ab dem 13. Jahrhundert in
verschiedenen deutschen Schriften erwähnt. Es gab damals
keinen einheitlichen Hundetyp. Sein Name "Hofwächter" =
"hove wart" sagte bereits alles über seine Anlagen und
Aufgaben aus. Das Erscheinungsbild bot einen mittelgroßen bis großen,
derben, kräftigen, langhaarigen und hängeohrigen Hund. Jedoch lassen
verschiedene Zeichnungen und Abbildungen kein einheitliches Bild über sein
Aussehen zu. Gewiss ist, dass eben überall dort, wo sich Hunde
unkontrolliert vermehren konnten, gerade dieser Typ besonders weit
verbreitet war, der - anders als die Hetz- und Jagdhunde der feinen
Gesellschaft - Haus und Hof zu hüten hatte. Er zeichnete sich durch seine
hervorragenden Wach- und Schutzhundeigenschaften aus sowie durch sein gutes
Sozialverhalten in der Gemeinschaft mit seinen Menschen und anderen Tieren.
Besonders seine ihm angeborenen Wesenseigenschaften, verbunden mit einer
sehr guten Lernfähigkeit waren es wert, diesen Hundetyp zu festigen. |
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Bereits zu Beginn dieses
Jahrhunderts wurden konkretere Versuche unternommen, eine
Zuchtrichtung zu erhalten. Hier und da gab es gezielte Ansätze, ohne dass
man eine Rasse benannte. Man hatte eben Gefallen gefunden an diesem
besonderen "Germanenhund ", der in das damalige
Zeitgeschehen nur zu gut hinein passte. Er bot sicherlich auf
verschiedene Weise eine gute Alternative zum Deutschen Schäferhund.
Wenn auch heftig umstritten,
so muss man nach heutigen Erkenntnissen K.F. König als den Herauszüchter
der Rasse Hovawart ansehen. Auch wenn viele seiner Zuchtbemühungen im
Finsteren bleiben, ihm seine vielen Gegner jeglichen Verdienst absprachen -
schließlich bemühten sich zu dieser Zeit verschiedene Individualisten um
ein einheitliches Zuchtbild. K.F. König gelang 1922 mit sechs
gleichgesinnten Freunden endlich die Durchzüchtung. Es wurde mit dem
"Verein für Deutsche Schutzhunde" mit Sitz in Thale der erste
Hovawart-Zuchtverein gegründet.
Die erste Zuchtbucheintragung
wurde im gleichen Jahr von K.F. König vorgenommen. Zuchtgrundlage boten in erster Linie
derbe, robuste, typvolle Bauernhunde, die sich auf entlegenen Höfen in Harz
und Odenwald fanden. Durch Einkreuzung bereits bestehender Hunderassen wie
Neufundländer, Kuvasz, Leonberger, Deutscher Schäferhund
und Afrikanischer Wildhund, entstand mit der Zeit eine recht bunte
Mischung. Durch besonders strenge Zuchtauswahl, die nur mit sehr, sehr viel
Engagement, Individualismus und einer großen Portion
Durchsetzungsvermögen möglich war, zeigten sich bald erste Erfolge.
Man hatte das Idealbild aufgebaut, das wohl als Ausgangsbasis der heutigen
Hovawart-Zucht angesehen werden kann. 1937 erlangte der Hovawart die
offizielle Anerkennung als eigenständige Rasse.
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Alle diese Erfolge
machte der 2. Weltkrieg zunichte. Viele Hunde wurden - ob mit
oder ohne ihre Besitzer - zum Kriegsdienst herangezogen. Wertvolle
Zuchttiere und Zuchtunterlagen sowie fast alle Papiere gingen
verloren. Nach Kriegsende bildeten sich weit über Deutschland
verteilt kleinere Zuchtgruppen. Es gab keine einheitliche Zuchtrichtung
mehr. Jede Gruppe verpaarte nach eigenem Geschmack und eigenen
Vorstellungen. Dies hatte zur Folge, dass sich je nach Region
sehr unterschiedliche Hovawart-Typen entwickelten.
Unter Zusammenschluss
verschiedener kleinerer Zuchtverbände erfolgte 1948 die Gründung des
"Rassezuchtverein für Hovawart-Hunde e.V.".
Anders als K.F. König
verfolgten die dortigen Anhänger der Hovawart-Zucht eine
Anerkennung dieser Rasse als Gebrauchshund. Dieses Ziel wurde nach
vielen erbitterten Auseinandersetzungen zwischen den Verfechtern der alten
Zuchtrichtung, sowie den Fürsprechern der modernen Zuchtform
(auch Sportzucht geschimpft) 1964 erreicht.
Es ist auch oder gerade
heute sehr gut zu verstehen, dass der tatsächliche Begründer dieser Rasse
nicht bereit war, diesem Schritt zu folgen. Seine Grundidee, seine ursprünglichen
Ideale von "dem Hovawart" waren dort nicht mehr
gefragt. Man legte weniger Wert auf die Wesensanlagen mit angeborenem
ausgeprägtem Schutz- und Wachtrieb, mit sehr hoher Reizschwelle bei
ansonsten freundlichem Wesen, als viel mehr auf den Sporthund, der
sich immer mehr von den Zuchtanfängen abgrenzte. Diese Zuchtrichtung hat sich
leider bis heute immer mehr durchgesetzt.
Nur sehr wenige Zuchtvereine
sind auch heute noch bemüht, den Hovawart nach alten
Zuchtidealen zu erhalten. Hierzu zählt auch der "Verein für
Hovawart-Hunde e.V." mit Sitz in Lindlar.
Ingeborg Krümmel |
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