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14. Februar 2012

Impressum
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Die Borreliose
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Sie ist wieder hochakut, die Zeckenplage. Dies
zeigen die vielen besorgten Anfragen alleine in unserem Verein. Und auch
unsere eigenen Hunde „schleppen“, wie jedes Jahr, seit dem späten
Frühjahr reichlich von diesen winzigsten Spinnentiere von Wald- und
Wiesenspaziergängen mit nach Hause. Schien es in manchen Jahren nicht
so, als habe man mit kleinen natürlichen Hausmittelchen, wie z.B.
Knoblauch oder Kräuterölen, alles fest unter Kontrolle? Ja, es schien
so! Der wahre Grund ist jedoch, dass Zecken sich an sehr heißen und
trocknen Tagen auf Grund einer drohenden Austrocknungsgefahr
verkriechen. Sie benötigen einen feuchten, warmen Lebensraum und halten
sich vorzugsweise in Wiesen und Wäldern mit feuchten Auen auf. Während
der mittelmäßigen Temperaturen bei recht hoher Luftfeuchtigkeit, ist für
sie die richtige Zeit „zuzuschlagen“. |
| Seit die Gefährlichkeit
der Zecke als Überträger verschiedener Bakterien und Viren, vor allem im
Bereich der Humanmedizin, bekannt ist, ist verständlicherweise auch die
Sorge um eine mögliche Erkrankung bzw. Infizierung der Haustiere (nicht
nur unserer Hunde) gestiegen. |
| Zecken können
also gefährliche Bomben mit sich tragen. Die Betonung liegt bei „können“
und „Bomben“. Denn nur in ganz wenigen Fällen „können“ sie
Schaden anrichten.
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Was
weiß man von der Entwicklung einer Zecke?
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| Inzwischen sind
mehrere Zeckenarten bekannt, denen u.a. der Hund als Wirtstier dient.
Ebenso werden sie inzwischen vermehrt für die Übertragung von Babesien
und Ehrlichien verantwortlich gemacht, deren Symptome im ungünstigsten
Falle eine Borreliose-Symptomatik unvorteilhaft kreuzen und keine korrekte
Diagnosestellung ermöglichen.
Wir schenken hier lediglich dem „gemeinen“ Holzbock „Ixodes ricinus“
Beachtung, da er, in Mitteleuropa am häufigsten verbreitet, zu den
bekanntesten Zeckenarten zählt und alleine für die Übertragung der
Borrelien verantwortlich ist. Etwa 20 Prozent der Ixodes ricinus gelten in
Deutschland als Träger. Wobei diese Angaben starken regionalen
Schwankungen ausgesetzt sind. |
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Alle
Zeckenarten entwickeln sich grundsätzlich gleich:
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| Je nach
Umweltbedingungen legt ein Zeckenweibchen innerhalb von 4 - 20 Tagen bis
zu 3000 - 5000 Eier ab. Temperaturen von 25 - 30 Grad und eine relativ
hohe Luftfeuchtigkeit (bis zu 90 Prozent) gelten als besonders günstig.
Die Eier sind etwa 0,5 mm groß, rundlich und weiß. |
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| Bei günstigen
Witterungsverhältnissen schlüpfen nach etwa |
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| weitere
Entwicklung zur achtbeinigen Nymphe mehrere Monate benötigen. |
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| Die Entwicklung
zur fertigen achtbeinigen Zecke (Adultstadium) beträgt, auch wiederum von
den passenden Witterungsverhältnissen abhängig, 2 - 3 Jahre. |
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| Ihre Lebensdauer wird auf etwa 4 Jahre eingeschätzt. Jedes
Stadium saugt nur 1 x Blut, wobei Larve und Nymphen vorzugsweise Wald- und
Wühlmäuse, die zu den Borrelienträgern zählen, ohne selbst zu
erkranken, aber auch Vögel, Igel, ect. aufsuchen. Sie warten in Gräsern
und niederem Gebüsch auf ihre Opfer, die sie mit an den Vorderbeinen
befindlichen Sinnesorganen ausmachen. Sie werden am ehesten an dünnhäutigen
Körperstellen gefunden, wie Ohrränder, -innenseiten, Augenlider,
Schnauze, zwischen den Zehen.... . Die ausgewachsene (adulte) Zecke
bevorzugt eher Körperstellen wie Kopf, Unterbauch, Schenkelinnenseite, u.ä..
„Nüchtern“ gerade einmal 2 - 5 mm groß, schwillt ihr Rumpf, bei
ihrem 2 - 10tägigen Saugakt, bis zum 10fachen an. |
| Alle Stadien
wandern so lange auf ihrem Opfer herum, bis sie sich an einer
geeigneten Stelle festsaugen. Alle Stadien können mit Borrelien
infiziert sein und diese in jeder Entwicklungsstufe weiterreichen. |
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Die
Borrelien |
| leben im Darm der
Ixodes ricinus. Sie werden während einer Blutmahlzeit aktiviert. Frühestens
nach einem 24 -48stündigen Saugakt gelangen sie mit dem Speichel der
festgesaugten Zecke (Larve/ Nymphe) über die Einstichstelle zu ihrem
neuen Wirt. Wird innerhalb dieser Zeit die Zecke entfernt, können
keine Borrelien übertragen werden. Selbst danach wird davon
ausgegangen, dass nur eine Übertragung bis zu 50 Prozent möglich ist. |
| Trotz intensiver
wissenschaftlicher Bemühungen ist die Borreliosediagnostik immer noch
sehr schwierig. Die Vielzahl der Symptome, die auftreten können, aber
nicht zwingend sein müssen erschweren eine Diagnose erheblich. Das
Erscheinungsbild der Borreliose ist einfach zu komplex, um sie jeweils von
anderen infrage kommenden Ursachen trennen zu können. Beim Menschen
(nicht anders beim Hund) weiß man, dass sich die Borrelien in den
verschiedensten Organen festsetzen; so z.B. in Haut, Gelenken,
Zentralnervensystem. |
| Die ersten auffälligen
Symptome, die beim Menschen gefunden werden: Abgeschlagenheit,
Kopfschmerzen, Fieber, diffuse- bzw. lokalisierte Muskelschmerzen, etc.,
also grippeähnliche Symptome, sowie fast immer die sogenannte Wanderröte
(Erythema migrans). Das 2. Stadium zeigt sich mit sehr wechselnden, z.T.
sehr ausgeprägten neurologischen und/ oder kardialen, arthrogenen und
opthalmologischen Beschwerden. |
| Die
Borrelioseinfektion
bei einem Hund bleibt in den meisten Fällen unerkannt. Allerdings muss
vorab dargelegt werden: |
| Berichten aus den
USA zufolge waren in einer über 2 Jahre dauernden Versuchsreihe etwa 50
Prozent aller getesteten Hunde infiziert. Jedoch zeigten lediglich 5
Prozent der infizierten (seropositiven) Hunde klinische Symptome wie
Lahmheit, Gelenkschwellung und Apathie. Des Weiteren stellte man aber im
gleichen Beobachtungszeitraum fest, dass ebenso viele seronegative Hunde
gleiche Symptome entwickelten. |
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Dies bestätigen
schließlich auch deutsche Studien, die besagen, dass max. 2 Prozent aller
infizierten Hunde tatsächlich erkranken. Hierbei waren wirkliche
Spontanheilungen bekannt. Die für den Menschen vorliegenden Daten sind
sicher auch auf den Hund übertragbar. Hier wird berichtet, dass NUR
0,3 bis 1,5
Prozent der infizierten
Menschen tatsächlich erkranken! Selbst in zeckenverseuchten Gebieten
trugen 90 Prozent der untersuchten Hunde ausreichend Borrelien-Antikörper,
ohne jemals erkrankt zu sein. Daraus ist die Erkenntnis gereift, dass
viele Haustiere und Menschen genetisch resistent sind/ sein müssen.
Sicher ist, dass Hunde, die regelmäßig von infizierten Zecken gebissen
werden, ausreichend Antikörper besitzen, ohne jemals zu erkranken. Wobei
fraglich ist, ob die Studien einen bereits vorhandenen genetischen
Hintergrund berücksichtigen konnten, zumal z.B. bei Wildtieren generell
von einer „genetischen“ Resistenz ausgegangen wird.
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Welche Symptome könnten bei einem Hund für eine
Borrelieninfektion sprechen? |
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Ähnlich wie
beim Menschen besteht zuerst um die Einstichstelle die sogenannte
Wanderröte (Erythema
migrans),
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| die gelegentlich
in stark behaarten Bereichen übersehen wird. |
| Ein insgesamt gestörtes
Allgemeinbefinden (Abgeschlagenheit, evtl. Fieber, Laufunlust) kann
ein Anzeichen sein. |
| Verstreicht dieses
Stadium unbemerkt oder unerkannt, die Infektion festigt sich, entwickeln
sich nach 3 - 5 Monaten Symptome wie |
| Lahmheiten
(auffällig weil wechselseitig und an verschiedenen Gelenken) |
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Gelenkschwellung (erhitzt) |
| die nach wenigen
Tagen wieder verschwinden um nach einer Pause von bis zu 4 Wochen und in
weiteren Schüben mit größeren Abständen erneut aufzutreten. |
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Wann sollten
Sie einen Tierarzt aufsuchen? |
| Sobald Ihnen o.g. Symptome ohne möglichen anderen
Hintergrund auffallen. Da die klinischen Befunde niemals eindeutig sind,
muss zur Diagnose eine Titerbestimmung hinzugezogen werden. Jedoch ist ein
Antikörpernachweis frühestens 2 Wochen nach der Infektion möglich. Wie
jedoch bereits erwähnt, bilden über 98 Prozent aller Hunde selbst
ausreichend Antikörper nach einer Infektion, so dass mit einer frühen
Behandlung nur dann sofort begonnen werden muss, wenn die Symptome bereits
sehr auffällig oder ein späteres Stadium erreicht haben. Meist wird eine
2. Titerbestimmung zur weiteren Diagnostik veranlasst. |
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Ist eine Impfung sinnvoll und gut? |
| Es werden heute
schnell und gerne Impfungen gegen Borreliose angeboten. In Deutschland ist
der Impfstoff Merilym erhältlich. Leider ist jedoch dieser Impfstoff
lediglich gegen eine der verschiedenen „Borrelia burgdoerferi“-Arten (B.b.
sensu lato), (weitere z.B. -
B. b. sensi stricto, B. garinii, B. afzelii, etc.) wirksam. Alle diese
weit überzähligen Arten besitzen eine sehr unterschiedliche Genospezies
und somit sehr unterschiedliche, weil eigene, antigene Strukturen. Die
Entwicklung eines geeigneten Impfstoffes ist nicht in Sicht. |
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Wann
erfolgt die Impfung?
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| Die erste Impfung muss innerhalb von 4 Wochen und dann
wieder in Abständen von jeweils 1 Jahr wiederholt werden. |
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Wann
ist eine Impfung nicht angebracht oder von Nachteil. |
| Junge, kranke,
krankheitsverdächtige oder trächtige Hunde dürfen nicht geimpft werden. |
| Ferner muss
sichergestellt werden, dass der zu impfende Hund früher keine Borreliose
durchgemacht hat. |
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Das
gibt zu denken!
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| Alle wissenschaftlichen Arbeiten und Ergebnisse wurden aus
dem humanmedizinischen Bereich übernommen. |
| Die Borreliose-Impfung gilt aufgrund ihrer Nebenwirkungen
in der Humanmedizin als sehr umstritten. |
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In den USA
wurden Borreliose-Impfungen ganz eingestellt.
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| Einige
Tiermediziner empfehlen zusätzlich zur Impfung weitere
Schutzmaßnahmen, wie Absuchen der Zecken, Einsatz von abtötenden
Mitteln!? |
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Kann ich
meinen Hund selbst schützen? |
| Halten wir noch einmal fest: |
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Max.
2 Prozent aller infizierten Hunde erkranken tatsächlich!!!!!!!!
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| Frühestens nach einem 24-48stündigen
Saugakt gelangen die Bakterien.... |
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Die erste
Handlung sollte also nach einem Spaziergang aus ausgiebigem Kämmen mit
einem feinen Kamm bestehen. Weitere Zecken lassen sich (vor dem
Fernseher, auf der Couch, während dem Lesen, Kochen, Essen, etc.....)
erkraulen (-streicheln) und werden irgendwie (!!!), möglichst schnell,
herausgedreht. Sollte der Kopf tatsächlich in der Haut stecken bleiben,
wird er innerhalb von 2 Tagen abgestoßen. Kratzt oder beißt sich der
Hund an der Saugstelle, lindert Zinkpaste den Juckreiz und beugt einer
Entzündung vor. Es gibt verschiedene Insektizide, Bakterienkiller,
etc..., auf dem Markt, deren Nebenwirkungen allseits weit
heruntergespielt werden.So hat sich bereits mehrfach gezeigt, dass
sogenannte Spot-on-Präparate zu dem gefürchteten Hot Spot (akut nässende
Dermatitis) führen kann. Viele auf dem Markt erhältliche Präparate
sind kaum - oder nicht wirksam. Laut Stiftung Warentest schneiden die
besten Produkte mit gerade „befriedigendem“ Ergebnis ab. Zu
empfehlen sind amitratzhaltige Zeckenschutzbänder, deren Wirkung mit
„gut“ bezeichnet werden (z.B. Kiltex/ Bayer). Aber auch hier ist zu
bedenken, dass die anhaftenden Mittelchen nicht „ohne“ sind.
Zeckenschutzbänder haben sicher gegenüber Spot-on-Präparaten den
Vorteil; man kann sie gegebenenfalls (Krankheit, Allergie, etc.)
abstreifen. Ferner bleiben ihre Wirkstoffe „im“ Fell.
Verschiedentlich wird von sehr guten Erfolgen mit Knoblauch (das
ganze Jahr über frisch täglich unter das Futter) berichtet. Auch
Versuche mit Eukalyptus- und Rosmarienöl (einige Tropen zu
gleichen Teilen vermischt im Fell verteilt) können wirkungsvoll sein. |
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Wanderröte
(Erythema migrans) |
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Beobachten
Sie besonders auffällige „ erhabene“ Bißstellen und
suchen Sie nach
auffälligen Hautveränderungen, die sich fünfmarkstückgroß um den
Zeckenbiss zeigen (weißer Innenhof, roter Randstreifen) (sh. Abbildung
o.). |
| Folgen keine
weiteren Symptome, wie |
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gestörtes
Allgemeinbefinden (Abgeschlagenheit), evtl. Fieber, Laufunlust)
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ist keine
Behandlung erforderlich.
Da sich einmal festgesetzte Erreger gerne „verstecken“, kann
eine weitere Behandlung, im ungünstigsten Fall nach einigen Monaten,
erforderlich werden. |
| Zusammengefasst
ist die Wahrscheinlichkeit einer Borreliose-Erkrankung unserer Hunde zu
gering, als dass man sie den „Impf- und Behandlungsversuchen“ noch längst
nicht zufriedenstellender und ausreichend erprobter Mittel aussetzt und
somit mögliche spätere Folgen in kauf nimmt, die heute noch niemand
wirklich vorhersagen kann. |
| Das
Krankheitsrisiko wird stark überschätzt. |
| Das Gesundheitsrisiko durch „Gegenmaßnahmen“
wird unterschätzt oder heruntergeredet. |
| Einmal davon ganz abgesehen; welche Probleme und Gefahren
werden grundsätzlich nicht beachtet? |
| Ich nehme hier gerne ein ganz einfaches Beispiel zur
Hand:
die
Blumenpflege! |
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Man
schenkt Ihnen eine wunderschöne Zimmerpflanze. Sie macht sich prächtig
auf der Fensterbank, neben allen anderen Pflanzen. Nach 2 Wochen
entdecken Sie, da ist etwas im Busch (Blatt). Es muss schnell etwas
unternommen werden! Also greift man zu einem Insektizid! Nach wenigen
Tagen ist Ihre neue Pflanze „frei“, Sie atmen auf! Aber nicht für
lange, denn ganz „harte“ haben den Kampf überlebt! Sie greifen
erneut zur Spraydose und müssen feststellen, dass die Lage hoffnungslos
ist, weil nämlich die „Überlebenden“ eine Resistenz gegen das
Mittel entwickelt haben.
Übertragen wir das nun auf die Bekämpfung der vielen für unsere Hunde
in frage kommenden Erreger Viren, Bakterien, aber auch Würmer(!). Je
mehr mit Insektiziden gearbeitet wird, desto mehr bessere und immer „härtere“
Präparate müssen entwickelt werden, weil die zuvor angewandten
wirkungslos werden. |
| Eine oft erwähnte
Infektion des Hundes, durch die FSME (Frühsommermeningitis) ist
mehr als unwahrscheinlich. Nach bisherigen Untersuchungen handelte es
sich in den bekannt gewordenen Fällen immer um andere Erkrankungen mit
ähnlichen Symptombildern. Eine tatsächliche Anfälligkeit von Hunden
konnte bisher nie nachgewiesen werden. |
| Zuletzt ist noch die gelegentlich im Zusammenhang mit
einem Zeckenbiss auftretende |
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„Zeckenstichparalyse“ |
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zu nennen. Sie ist beängstigend, aber in keinem
Fall bedrohlich! Der Hund zeigt Lähmungserscheinungen, Koordinationsstörungen
der Hinterhand, bis hin zum Festliegen, bedingt durch eine
fortschreitende Lähmung der Muskulatur. Hier handelt es sich lediglich
um eine toxische Myopathie, verursacht durch ein Nervengift, das einige
Zeckenarten mit ihrem Speichel auf das Wirtstier übertragen. Die Lähmungserscheinungen
verschwinden sofort nach Entfernung der Zecke.
Copyright Inge Krümmel |
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